Nachtzug nach Portugal
Gestern und auch vorgestern habe ich viel Zeit zum Lesen gefunden. Nie zuvor habe ich so viele Kaffees, noch dazu gut besuchte – nicht von Touristen, gar nicht – in einer Stadt gesehen. So kann man sich denn auch einfach hinsetzen, den vorbeiflanierenden Menschen zusehen und sonst ganz aufs Buch konzentrieren.
“Nachtzug nach Portugal” von (…) – sehr empfehlenswert. Einer, nein, alle Menschen sind es doch, die auf der Suche nach sich selbst sind, schreiben. Nein, es geht vielmehr um die Worte selbst, Sprache, Ihre Worte können so viel bedeuten, und es geht um Portugal, und portugiesisch, Salazar, den Widerstand, und vor allem um das Reisen. Gestern musste ich mangels Bleistift einige Seiten umknicken. Markieren wollte ich diesen Satz hier:
“Warum bedauern wir Leute, die nicht reisen können? Weil sie sich, indem sie sich äußerlich nicht ausbreiten können, auch innerlich nicht auszudehnen vermögen, sie können sich nicht vervielfältigen, und so ist ihnen die Möglichkeit genommen, weitläufige Ausflüge in sich selbst zu unternehmen und zu entdecken, wer und was anderes sie auch hätten werden können.”
Treffender hätte man das nicht sagen können, was meint ihr?
Comments (One comment)
schooooeeeeen!!!!!!!!!!
versuche auch, bald die Uebersetzung des Pablo-Neruda-Gedichts zu vervollstaendigen!!!!
Alles Liebe und hoffentlich bis bald!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Frabzi / November 17th, 2006, 21:13 / #
Post a comment