Tag 0: Angekommen
Viele, viele Monate stand ganz oben ein Artikel ‘these last days’ – machen wir mal die ersten Tage daraus. Also, um mal alle Fragen der Art ‘was machst du so’ und ‘wie gehts dir so’ zu beantworten – ganz chronologisch, das habe ich so gemacht
Fangen wir ganz vorn an: Erstmal vielen Danke an alle lieben Menschen, die mich in Tegel verabschiedet haben! Gemuetlich ging es nach Wien und 2 Stunden später weiter nach Bangkok. Zufällig hatte ich vor dem Abflug den Online-Check-In entdeckt und konnte mir meine Plätze schon von zu Hause im Internet sichern. So hatte ich dann auch eine wunderschöne Aussicht auf Licht und Schatten der untergehenden Sonne. Vielen Dank Katja für deine Schokolade, sie war ein sehr guter Ersatz für den nicht ganz vegetarischen Wurstsalat!
Irgendwann drangen noch einmal die Lichter Budapests zu mir durch, dann ward es erst einmal dunkel. Nun gab es auch vernünftiges Essen, ohne Fleisch und etwa eine halbe Stunde vor dem Rest, so dass mir meine Sitznachbarn etwas neidisch beim Futtern zuschauen mussten. Entgegen der Sonne vergeht die Nacht schnell, und bald tauchten unten pakistanische Felsen auf, gelegentlich unterbrochen von leichtem grün in den Tälern. Am Himalaya ging es leider südlich vorbei, in Indien war es bewölkt und in Myanmar gibt es viel Sumpf mit tausenden, sich windenden Flussarmen. Kurz vor Bangkok steht eine riesige Tempelanlage in den Reisfeldern, die von oben allerdings sehr an einen überdimensionale Ufolandeplaty erinnert.
Der Flughafen ist verdammt gross, nach längerem Fließbandfahren (oder wie heißen diese eben verlaufenden Rolltreppen korrekt) fand sich ein Mensch, der mein Visum sehen mochte und schließlich auch ein Gepäckband mit komplettem Rucksack.
Draußen wartete schon Sutisa, die mich von der Uni in Empfang nehmen und zu Jan, dem durch Praktikum noch in Bangkok verbliebenen Bremer, ‘weiterleiten’ sollte. Sie schnatterte gleich auf Englisch los, so dass ich mein hart erlerntes bpen yangngai baang (wie geht’s ihnen) gar nicht anbringen konnte. Später stellte sich heraus, dass es mit meiner Aussprache ohnehin total unverständlich gewesen wäre ;o)
Während wir nun auf den Unipickup warteten (nun draußen, das heißt nicht mehr im Einflussbereich der Klimaanlage) wurde mir bewusst, dass 35 Grad mit entsprechender Luftfeuchte doch verdammt heiß sein können. Auch ohne Rucksack und Fleece ist man ständig schweißgebadet (und das hat sich auchnach 3 Wochen noch nicht geändert …=). Zum Wetter aber später mehr.
Jans Firma war recht schnell gefunden (Digital Magic Group) Es fand noch eine Präsentation statt, so dass ich gleich einen Einblick in deren Arbeit bekam. Sie basteln gerade an 3D-Syenen für einen thailändischen Film, der wohl auch im Kino erscheinen soll. Sieht in jedem Fall sehr professionell aus und ist wohl auch eine der besten Firmen in ihrem Gebiet hier in der Region. Ich selbst bin für solche detailgenaue Fummelei aber definitiv zu ungeduldig, 3D ist nix für mich.
Nun kurz Klamotten bei Jan deponiert und in die Stadt, Richtung Zentrum. Wir landeten an der Khaosan Road, dem Traveller-Zentrum Bangkoks. Dementsprechend viele weiße Gesichter gab es zu beschauen, was ich für den ersten Tag Bangkok nicht sooo spannend fand. Der Abend wurde zusammen mit Aut, der an der KMUTT Architektur studiert, aber dennoch ganz lustig. Ich musste feststellen, dass es kaum Gerichte ohne Fleisch oder Fisch gibt, so dass Aut schliesslich sein Lieblingsgericht bestellte … Shrimpsuppe, aber bitte ohne Shrimp, und noch ein paar andere Kleinigkeiten. Mein erster Eindruck: Thailändisches Essen ist super lecker und wäre es sicher auch ohne die Fleischkrümel, die überall dazugehören.
Spät und dank + 5 Stunden Zeitverschiebung dennoch nicht müde endet mein 16. Mai.
Comments (One comment)
Lieber Torsten,
Dein Bericht hört sich ja recht spannend an – ich bewundere Dich, wie Du in dem fernen Land so gut zurechtkommst! Deine Fotos sind riesig interessant! Es ist schön, von Zeit zu Zeit, Deine Berichte und Fotos lesen und sehen zu können, so bist Du fast bei uns in Berlin…. Gundi hat mir heute eine Mail geschickt, dass sie Deine schönen Fotos bewunderte, daher bin ich gleich auf Deine Internetseite gegangen.
Weiterhin toi toi toi für eine weiterhin eindrucksvolle und erfolgreiche Zeit und liebe Grüße
von der “Südsee-Claudi”
Claudia Gacek / June 11th, 2007, 4:17 / #
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